Das Bäderdreieck

Die Stadt der Kolonaden

Karlsbad hat sicherlich noch andere schmeichelhafte Attribute – Goethe nannte es zum Beispiel „Schachbrett Europas“. Der Charakter eines Badeortes wird der Stadt jedoch durch seine Kolonaden verliehen. Sie wurden zum Teil der Heilkuren wegen gebaut, wurden aber gleichzeitig Teil, oder besser gesagt geradewegs zur Bühne des gesellschaftlichen Badelebens…

Das Glas der Könige

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war eine Zeit voller Widersprüche. Einerseits hielt sie sich an historische Stilarten aber anderseits löste die aufkommende Maschinenindustrie manches traditionelle Kunsthandwerk einschlieBlich der Gläserei ab. Trotz der Tendenz dieser Zeit, entschloss sich der vierundzwanzig- jährige Glasgraveur Ludwig Moser sich gerade mit seiner Handarbeit und durch hohe Qualität durchzusetzen…

Eine Landschaft durchflutet vom Duft der Quellen

Das böhmische Land ist an seinem äuBersten westlichen Rand eine Anhäufung von so groBem natürlichen Reichtum, dass diese Landschaft zum ständigen Ziel der Prospektoren, der christlichen Missionare, der Kurgäste und Naturliebhaber wurde. Es war nicht nur das dramatische Landschaftsbild der Becken, deren Horizonte vom Erzgebirge und den Doupovsker Bergen, dem Slavkovsker- und dem Böhmerwald geschlossenen wurden , welches viele Bewohner benachbarter und weiter entfernterer Länder anzog…

Die dreizehnte Quelle Becherovka

Als 1965 in Karlsbad nach vielen Jahren eine neue, bereits die dreizehnte Heilquelle gefunden wurde, sollte sie nach örtlichem Brauch mit der fortlaufenden Nummer versehen werden. Aber „die Dreizehn“ war bereits besetzt, weil der Becherovka schon lange so genannt wurde, und deshalb bekam die neue Quelle den Namen: Die zweite Quelle Václavs… 

Die Anfänge des böhmischen Porzellans

Tausend Jahre hielt China das Geheimnis der Porzellanherstellung für sich. Als in MeiBen 1709 Johann F. Böttger das Porzellan zum zweiten Mal erfand, gelang es Sachsen nicht einmal zehn Jahre sein „Arkanum“ für sich zu behalten. Man sagt, dass es als Erstes ein Armeeagent des Wiener Hofs herausfand, der in Wien seine eigene Porzellanfabrik gründete und wegen Schulden später dem Staat verkaufte…

Die Volksarchitektur

Die romantische und gleichzeitig mysteriöse Landschaft der Chebsker Umgebung verlockte von jeher zur Besiedlung. Ihre Anziehungskraft machte sich natürlich auch in der Architektur bemerkbar. Die Autoren der hiesigen barocken, kirchlichen und auch weltlichen Bauten waren so bedeutende Persöhnlichkeiten, wie K.I.Dientzenhofer, A.Leuthner oder G.B.Alliprandi…

Svatoš Felsen

Im canyonartigen Tal der Ohře, in dem sich der Fluss quer durch das mächtige Granitmassiv seinen Weg bahnt, finden wir zwischen Loket und Karlsbad eine malerische Gruppe schlanker Felsen. Der Granit, der über Millionen Jahre hinweg den Launen des Wetters und der Erosionstätigkeit des Flusses ausgesetzt war, verfällt nach seinem eigenen System fast senkrechter Risse und das Ergebnis dieser Naturprozesse ist eine kleine Felsenstadt…

Das einzigartige Soos

An heiBen Sommertagen ist der Moorschlamm ausgetrocknet und in regelmäBige polygonale Felder zerrissen. Die Ränder ihrer tiefen Risse sind hier mit gelblichen, da mit grünlicher Efloreszenz verschiedener Mineralsalze verziert und einige Stellen sind ganzflächig mit einer weiBen Schicht wie von Schnee bedeckt…
 

Das Kloster Teplá

Das Kloster Teplá gehört zu den etwa dreiBig groBen Klöstern, die auf der Böhmischen Landkarte des 12. Jahrhunderts zu finden waren, als einziges Kloster verdankt es aber wahrscheinlich seine Existenz dem Zufall. Falls wir einer Version der uralten Geschichte glauben schenken, müssen wir sogar zugeben, dass seine Entstehung durch ganz gewöhnliches menschliches Versagen verursacht wurde…